Prof. Dr. habil. Wolfgang Schmid Europa-Universität Flensburg Bild: Christina Pleyer
    Prof. Dr. habil. Wolfgang Schmid      Europa-Universität Flensburg                                                                                             Bild: Christina Pleyer                                                                                 

1.    Oha

 

„Oha!“ lässt Vorahnen einer Lösung hervorscheinen. Diese Urkraft wird von Denkern seit jeher nahezu missachtet. Lediglich andeutungsweise befassen sich Philosophen wie Sokrates, Platon oder Kierkegaard damit.

 

Solche Missachtung hat ihren natürlichen Grund in den Schwierigkeiten enormer Kraftanstrengungen, die erforderlich sind, um dieses Geheimnis der Natur entbergen zu können.

 

Da sich Denken entweder sprachlich oder bildlich organisiert, vermag es sich nur so genau zu vollziehen, wie klar etwas sprachlich oder bildlich vorgegeben werden kann.

 

Die Art und Weise körperlicher Verlautbarung drückt aus, wie sich solche Klarheit im Augenblick des Bewusstwerdens ankündigt.

 

Werden die sanften körperlichen Signale missachtet, dann greift der Körper zu deutlicheren Ausdrücken wie Schmerzen oder gar Erkrankungen.

 

Aus diesem Grund ist es wirklich ratsam, tagsüber auf eigene Interjektionen zu achten. Wer bei der Begegnung mit jemanden durch „Oh jeh“ oder „O Gott“ überrascht wird, bekommt körperlich signalisiert, mit diesem Kontakt zumindest vorsichtig umzugehen.