Prof. Dr. habil. Wolfgang Schmid Europa-Universität Flensburg Bild: Christina Pleyer
    Prof. Dr. habil. Wolfgang Schmid      Europa-Universität Flensburg                                                                                             Bild: Christina Pleyer                                                                                 

1.    Grenzen überschreiten

 

Als dominante existentielle Funktion wird Denken von Neugier initiiert. Dass Denken mit dem Versuch, Grenzen zu überschreiten, beginnt, lässt sich bei Kindern sehr leicht beobachten.

 

Es ist die Sehnsucht des Ichs, dass zwar empfindet, dass es ist, aber dabei auch fühlt, dass es sich noch nicht hat und deshalb erst werden muss. Pubertät ist der neuronale Totalangriff auf die Grenzen, innerhalb derer sich der junge Mensch vorfindet.

 

Während dieser Entwicklungsphase strukturiert sich das Gehirn vollkommen um. In dieser Zeit des Umstrukturierens befinden sich Intelligenz und Begabung in Höchstform. Versuche, sich intelligent durchzufragen, bezeugen die Suche nach Selbstfindung.

 

Diese  Suche wird praktisch verstärkt durch das Bestreben, vorgegebene Werte, Normen, Gebote und Verbote kraft Begabung  oder zu umgehen.

 

Vor allem während der Pubertät bildet sich das Gewissen des jungen Menschen aus. Erzieherisch lässt sich diese Gewissensbildung allein durch Offenheit, Vorbild und Liebe günstig beein-flussen. 

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