Prof. Dr. habil. Wolfgang Schmid Europa-Universität Flensburg Bild: Christina Pleyer
    Prof. Dr. habil. Wolfgang Schmid      Europa-Universität Flensburg                                                                                             Bild: Christina Pleyer                                                                                 

W a h r n e h m u n g

Die intimste Wahrnehmung

Als Bewusstwerden des sensibelsten Wahrnehmens scheint Glauben als Vertrauen in dieses Empfinden hervor. Diese introspektive Erfahrung basiert auf einem Gespür, das von einem Bedürfnis stark beeinflusst wird.

 

So kann das Schutzbedürfnis die Fantasie veranlassen, Bilder zu gestalten, die zeigen, wie dieses Bedürfnis befriedigt werden kann.

 

Nahezu jeder Wahrnehmungsmodus wird von der Fantasie mitbestimmt, und zwar schon deshalb, weil Wahrnehmen von der Fantasie in Bilderleben überführt wird. Aus diesem Grund wird vorweg gestaltet, sobald wahrgenommen wird.

 

Die umfassendsten Beispiele hierfür repräsentieren religiöse Bilder, z.B. als überlieferte und anerzogene Vorstellungen unterschiedlicher Existenz eines Gottes. Diese Vorstellungen bestimmen das jeweilige Dasein maßgeblich bestimmend.

 

Je nachdem, wie eindrucksvoll sich ein religiöses Bild darstellt, so überzeugend wirkt dessen Betrachtung auf die persönliche Befindlichkeit. Das Vertrauen in dieses Gefühl führt zur Überzeugung, die empfundene Existenz Gottes wirklich selbst zu erfahren.

 

Bisweilen ist diese Selbsterfahrung so intensiv, dass es zu Visionen kommt. In diesen Visionen wird der Gott des Glaubens sogar geschaut. Die Marienerscheinungen in Lourdes oder Fatima sind sehr bekannte Fallbeispiele hierfür. Da es sich um Wesen in unmittelbarer Umgebung Gottes handelt, gelten diese Visionen auch als Belege für die Existenz Gottes.

 

 

 

 

Was ist schöpferische Wahrnehmung?